Die tierärztliche Therapie mit Bach-Blüten

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Seit rund 60 Jahren wird die Therapie mit Bach-Blüten in Deutschland am Menschen angewendet, bei Tieren gibt es das Verfahren seit etwa 20 Jahren. Die Bach-Blüten-Therapie ist ein naturheilkundliches Verfahren, das einzeln, das heißt als Monotherapie, oder in Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung (multimodales Behandlungskonzept, siehe unten) eingesetzt werden kann.

Das Bach-Blüten-Konzept ist nach seinem Entdecker Dr. Edward Bach benannt, der in den 1930er Jahren Gemütszustände in Verbindung mit bestimmten Blüten und Planzenteilen brachte. Für das Herstellungsverfahren der Original Bach-Blüten wird ausschließlich reines Gebirgswasser einer bestimmten Quelle verwendet. Die gewonnene Blütenessenz hat einen positiven Effekt auf die Gesundheit. Bach war der Ansicht, dass Krankheiten auf eine Störung des seelischen Gleichgewichts zurückzuführen seien. Interessanterweise deckt sich diese Ansicht mit den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin, der TCM, sodass sich beide Verfahren sehr gut ergänzen (siehe unten, Kontrollierte Laserakupunktur; Akupunktur ohne Nadeln).

Auch bei Tieren haben sich Bach-Blüten als sinnvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie bewährt. Kombinationstherapien mit den Bach-Blütenessenzen sind sogar speziell Tierärzten vorbehalten.

Das Prinzip der Bach-Blüten

Bach geht von sieben Gemütszuständen aus, denen er jeweils eine Gruppe bestimmter Blüten zuordnet. Zu diesen Zuständen gehören unter anderem Angst, Einsamkeit oder Unsicherheit. Krankheitsbilder, die diesen emotionalen Zuständen zugeordnet werden können, können demnach mit Blütenessenzen nach Bach therapiert werden. Leidet ein Tier beispielsweise unter einer Form von Depression, kann eine Mischung aus den Blüten Nr. 13 Gorse, Nr. 17 Hornbeam, Nr. 18 Impatiens sowie Nr. 28 Scleranthus Abhilfe schaffen.

Dennoch ist eine Behandlung mit Bach-Blüten kein wissenschaftlich gestütztes Verfahren. Da bisher keine chemischen Analysen durchführbar sind, basiert die Wirksamkeit auf keiner wissenschaftlichen Erkenntnis. Die Erfahrung zeigt jedoch merkliche Behandlungserfolge bei unterschiedlichen Krankheitsbildern von Haustieren. Bach-Blüten wurden beispielsweise bereits erfolgreich bei kardialen Erkrankungen, der chronischen Colitis beim Hund sowie bei unterschiedlichen psychischen Belastungen eingesetzt. Auch beim Transport zum Tierarzt oder in Notsituationen zeigten die Pflanzen eine Wirkung.

Die Anwendung der Blütenessenzen beim Tier

Die Anwendung von Bach-Blüten erfordert eine umfangreiche Anamnese (Vorbesprechung), da vor allem die seelisch-emotionalen Umstände von Bedeutung sind. Herkunft, Umfeld, Sozialisierung und besonders individuelle Charaktereigenschaften spielen neben dem eigentlichen Krankheitsbild eine wesentliche Rolle für die Auswahl der richtigen Bach-Blüten. Anhand möglichst umfassender Informationen zum Tier, seinem Umfeld und den vorliegenden Symptomen kann dann entschieden werden, welche Blütenessenzen ausgewählt werden sollten. In diesem Punkt unterscheidet sich die Bach-Blüten-Therapie von schulmedizinischen Ansätzen, bei denen ein Therapieverfahren aufgrund eines konkreten Krankheitsbildes ausgewählt wird.

Bach-Blütenessenzen können bei Tieren auf verschiedene Weise verabreicht werden, in flüssiger Form genauso wie als Globuli. In unserer Praxis verwenden wir sehr häufig individuell speziell für Ihr Tier hergestellte Bach-Blütenmischungen und verzichten auf Fertigpräparate, die Ihrem Tier vielleicht nicht gerecht werden.

Bei der Verwendung von Bach-Blüten konnten bisher keine Nebenwirkungen festgestellt werden. Deshalb kann die Therapie bedenkenlos mit schulmedizinischen Therapieverfahren kombiniert werden.

Für die fachlich korrekte Anwendung von Bach-Blüten in der Therapie von Hunden, Katzen und Pferden ist ein tieferes Verständnis nicht nur des theoretischen Konzeptes der veterinärmedizinischen Bach-Blüten-Therapie notwendig. Zuwendung zum Tier, Kenntnisse in der Verhaltensmedizin, und Erfahrung in der Therapie mit Bach-Blüten sind unabdingbar, vor allem wenn die Bach-Blüten-Therapie in Kombination mit anderen Therapieverfahren wie etwa der kontrollierten Laserakupunktur (Akupunktur ohne Nadeln) eingesetzt wird. In unserer Tierpraxis in Hannover erhalten Ihre Vierbeiner eine kompetente Behandlung mit naturheilkundlichen Verfahren, die sich bereits viele Male bewährt haben. Wir sind wir unter anderem besonders auf multimodale, ganzheitliche Therapiekonzepte spezialisiert und verbinden so eine breite Palette an Naturheilverfahren und notwendige schulmedizinische Therapien sinnvoll zum Wohl des vierbeinigen Patienten. Dies ermöglicht uns eine besonders schonende und individualisierte Behandlung Ihres Lieblings.