Die Routinezahnbehandlung von Hund und Katze beim Tierarzt

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Beim Menschen sind zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen und Routineeingriffe selbstverständlich. Sie würden diese jedoch wohl eher nicht durch Ihren Hausarzt in der allgemeinmedizinischen Praxis vornehmen lassen. Die Realität bei der Zahnbehandlung von Hunden, Katzen sowie anderen Kleintieren ist jedoch eine andere. Die Zähne von Haustieren werden überwiegend in tierärztlichen Allgemeinpraxen behandelt. Häufig geschieht dies als eine Art Begleitbehandlung. Liegt ein Hund oder eine Katze aufgrund einer Operation bereits in Vollnarkose, wird gerne in diesem Zug etwas Zahnstein entfernt oder eine Zahnextraktion vorgenommen.

Viele zahnmedizinische Maßnahmen beim Haustier können als kosmetische und eher oberflächliche Eingriffe betrachtet werden. Die bloße Behandlung von äußerlich sichtbarem Zahnstein oder der Extraktion locker sitzender Zähne ist mitunter nicht förderlich für eine nachhaltige Zahngesundheit des Tieres.

Deshalb ist es empfehlenswert, auf eine ausgewogene zahnmedizinische Untersuchung Ihres Hundes oder Ihrer Katze zu setzen. In England werden im Schnitt 80 Prozent der Prophylaxebehandlungen ausgesetzt, da ein leichter Befall von Zahnstein als nicht problematisch betrachtet wird. Für eine Routinezahnbehandlung bei Ihrem Haustier sollten Sie deshalb auf die Expertise und Erfahrung einer von der Tierärztekammer anerkannten Fachpraxis für Tierzahnheilkunde vertrauen.

Der Ablauf einer Routinezahnbehandlung bei Hund und Katze

Der große Unterschied zwischen Mensch und Tier ist, dass sich wenige der geliebten Vierbeiner ohne Weiteres freiwillig in den Mund schauen lassen. Deshalb ist bei Hund und Katze eine konzeptionelle Zahnbehandlung mit ausgiebiger Planung besonders wichtig. An einem wachen Tier werden im Schnitt nur etwa 50 Prozent der pathologischen Befunde für den Tierarzt sichtbar. Aus diesem Grund werden Routinezahnbehandlungen bei Hund und Katze in der Regel unter Allgemeinanästhesie durchgeführt. Unter Vollnarkose kann das Tier zuverlässig untersucht werden. Im Rahmen der Untersuchung wird jeder einzelne Zahn begutachtet. Gegebenenfalls werden Röntgenaufnahmen sowie Fotos zur Nachbesprechung mit dem Patientenbesitzer angefertigt.

Bei Hunden empfiehlt es sich, Zähne mit auffälligen Befunden zu röntgen, während bei einer Katze das gesamte Gebiss geröntgt werden sollte. Das ist notwendig, um die vielfach bei Katzen auftretende FORL auszuschließen. Hierbei handelt es sich um eine Entkalkung der Zahnsubstanz, die oftmals nur im nichtsichtbaren Bereich des Zahnhalses auftritt und für das Tier sehr schmerzhaft sein kann. Da sich rund 60 Prozent des Zahnes im Kiefer befinden, ist für die zuverlässige Diagnose eine Röntgenuntersuchung unerlässlich. Übersichtsröntgenaufnahmen werden neuerdings auch für den Hund grundsätzlich empfohlen.

Wird die zahnheilkundliche Untersuchung gründlich durchgeführt, erfolgt meist direkt im Anschluss die systematische Behandlung des Tieres. Die genaue Untersuchung im Vorfeld kann dafür sorgen, dass die weiteren Schritte erfolgsversprechend durchgeführt werden können und lang anhaltende Ergebnisse bei der Zahngesundheit ermöglichen, die nicht rein kosmetischer Natur sind.

Zahnbehandlung bei Hund und Katze

Im Wesentlichen werden bei Hund und Katze ähnliche Krankheitsbilder wie beim Menschen behandelt. Im Rahmen einer Zahnprophylaxe wird zunächst professionell Zahnstein entfernt. Treten bei dieser Behandlung keine weiteren Zahnschädigungen zum Vorschein und waren die Röntgenaufnahmen ebenfalls ohne Befund, wird die Behandlung mit einer anschließenden Zahnpolitur abgeschlossen. Dadurch wird der Zahnschmelz wieder geglättet und die Chance verringert, dass sich neuer Zahnstein in Kürze bilden kann. Eine Behandlung mit Fluorid zur Stärkung des Zahnschmelzes ist ebenfalls möglich.

Des Weiteren können bei einer Routinezahnbehandlung die Symptome einer Parodontitis oder Gingivitis behandelt werden. In beiden Fällen entscheidet der Tierzahnarzt mithilfe der Befunde aus den Röntgenaufnahmen darüber, welche Maßnahmen in der weiteren Behandlung zum Wohle Ihres Tieres vorgenommen werden müssen. Im Rahmen der FORL-Therapie sollten die bereits befallenen Zähne zum Schutz der gesunden Zähne extrahiert werden.

Gerade bei älteren Hunden und Katzen können Erkrankungen im Mundraum und an den Zähnen auftreten. Durch eine fachkundliche, professionelle und sorgfältig durchgeführte Routinezahnbehandlung können diese oftmals zuverlässig therapiert werden. Unsere Tierpraxis in Hannover ist eine tierärztliche, von der Tierärztekammer anerkannte Fachpraxis für Tierzahnheilkunde und verfügt über einen separaten Zahnbehandlungsraum. Dieser ist zusätzlich mit einem digitalen Zahnröntgengerät und speziell für die Zahnheilkunde bei Tieren, d.h. für die spezifischen Anforderungen der Tierzahnheilkunde ausgestattet. Gerne empfangen wir Sie und Ihren Vierbeiner bei einem persönlichen Termin.